Heilpilze – natürliche Kraftpakete für Ihre Gesundheit
Marienapotheke Perchtoldsdorf · Heilpilze

Heilpilze – natürliche Kraftpakete
für Ihre Gesundheit

Was die Traditionelle Chinesische Medizin seit Jahrtausenden weiß, bestätigt heute die moderne Forschung: Heilpilze gehören zu den wirksamsten Naturheilmitteln überhaupt. Erfahren Sie, welcher Pilz zu Ihren Beschwerden passt – und wie Sie die Kraft der Mykotherapie für sich nutzen können.

© Mag.pharm.Gabriele Stindl Marienapotheke April 2026


Einführung

Was sind Heilpilze – und warum sind sie so besonders?

Heilpilze, auch Vitalpilze oder Medizinalpilze genannt, sind Speise- und Baumpilze mit nachgewiesenen gesundheitsfördernden Eigenschaften. Ihre Anwendung hat in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) eine über 2000 Jahre alte Geschichte. Der legendäre Reishi etwa galt im alten China als „Pilz der Unsterblichkeit” und war so kostbar, dass er ausschließlich dem Kaiser vorbehalten war.

Doch was macht Heilpilze so besonders? Das Geheimnis liegt in ihren einzigartigen Inhaltsstoffen. Pilze sind weder Pflanze noch Tier – sie bilden ein eigenes Reich in der Natur und haben im Laufe der Evolution einen ganz eigenen biochemischen Werkzeugkasten entwickelt. Heilpilze enthalten eine Fülle bioaktiver Substanzen, die in dieser Kombination in keiner Pflanze vorkommen. Besonders hervorzuheben sind die Beta-Glucane – langkettige Polysaccharide, die das Immunsystem auf natürliche Weise modulieren. Sie wirken nicht einfach stimulierend, sondern regulierend: Ein schwaches Immunsystem wird gestärkt, ein überaktives beruhigt. Dazu kommen Triterpene mit entzündungshemmender Wirkung, Ergosterol (eine Vorstufe von Vitamin D), essenzielle Aminosäuren, Mineralstoffe wie Selen, Zink und Germanium sowie eine Vielzahl von Enzymen und Antioxidantien. Diese Kombination macht Heilpilze zu echten Adaptogenen – Substanzen, die dem Körper helfen, sich an verschiedenste Belastungen anzupassen und sein Gleichgewicht wiederzufinden.

Die moderne Mykotherapie – so heißt die Heilkunde mit Pilzen – verbindet dieses jahrtausendealte Erfahrungswissen mit aktueller wissenschaftlicher Forschung. Weltweit beschäftigen sich Universitäten und Forschungsinstitute mit den Wirkmechanismen von Heilpilzen, und die Ergebnisse sind beeindruckend. Zahlreiche Studien belegen heute, was die TCM-Praktiker schon lange wussten: Heilpilze wirken regulierend auf den gesamten Organismus. Sie stärken, was schwach ist, und beruhigen, was überaktiv ist. Genau diese ausgleichende, ganzheitliche Wirkung macht sie so wertvoll für unsere Gesundheit – und unterscheidet sie grundlegend von vielen konventionellen Präparaten, die oft nur einzelne Symptome adressieren.

Über 2000 Jahre TCM

Heilpilze wurden in der Traditionellen Chinesischen Medizin schon vor Jahrtausenden eingesetzt. Reishi galt einst als „Pilz der Unsterblichkeit” und war dem Kaiser vorbehalten.

Adaptogene aus der Natur

Pilze bilden ein eigenes Reich – mit Beta-Glucanen, Triterpenen und Mineralstoffen, die das Immunsystem regulieren statt nur zu stimulieren. Sie bringen das Gleichgewicht zurück.

Themenführer · Kurzübersicht

Welcher Heilpilz passt zu mir?

Welche Beschreibung trifft am ehesten auf Sie zu? Das ist Ihr Einstieg in die Welt der Heilpilze. Viele Menschen kombinieren mehrere Pilze, um verschiedene Beschwerden gleichzeitig anzusprechen.

Erschöpfung & Müdigkeit

Energielosigkeit, chronische Müdigkeit, fehlender Antrieb, nachlassende Leistungsfähigkeit.

Cordyceps · Reishi
Schwaches Immunsystem

Häufige Infekte, langsame Erholung nach Erkältungen, Infektanfälligkeit.

Shiitake · Maitake · ABM · Coriolus
Cholesterin & Bluthochdruck

Erhöhte Blutfette, Durchblutungsstörungen, Herz-Kreislauf-Beschwerden.

Shiitake · Reishi · Auricularia
Diabetes & Übergewicht

Schwankender Blutzucker, Insulinresistenz, Gewichtsprobleme, Stoffwechselträgheit.

Maitake · Coprinus · Reishi
Magen, Darm & Leber

Verdauungsprobleme, Reizdarm, Sodbrennen, Gastritis, belastete Leber.

Hericium · Reishi · Polyporus
Konzentration & Gehirn

Vergesslichkeit, Brainfog, Konzentrationsschwäche, nachlassende geistige Fitness.

Hericium (Lion’s Mane)
Allergien & Haut

Heuschnupfen, Neurodermitis, überschießende Immunreaktionen, Hautprobleme.

Reishi · Hericium
Stress & Schlaf

Innere Unruhe, Schlafstörungen, Stressempfindlichkeit, nervöse Erschöpfung.

Reishi
Wechseljahre

Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, hormonelle Dysbalance, Schlafprobleme.

Reishi · Cordyceps · Maitake · Hericium
Schmerzen & Entzündungen

Chronische Schmerzen, Nerven- und Entzündungsschmerzen, als natürliche Ergänzung.

Reishi · Hericium
Ausführliche Themen

Welcher Heilpilz passt zu welchen Beschwerden?

Die folgenden Abschnitte helfen Ihnen, den richtigen Heilpilz für Ihre persönliche Situation zu finden – mit Hintergrundwissen, wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischen Empfehlungen aus der Mykotherapie.

Sie fühlen sich häufig erschöpft und müde?

Cordyceps · Reishi

Wenn Ihnen Energie fehlt, Sie sich ausgelaugt fühlen oder unter chronischer Müdigkeit leiden, ist der Cordyceps (Raupenpilz) Ihre erste Wahl. In der TCM wird er seit Jahrhunderten als kraftspendendes Tonikum eingesetzt und war traditionell tibetischen Mönchen und chinesischen Athleten vorbehalten. Cordyceps verbessert die Sauerstoffaufnahme der Zellen, steigert die ATP-Produktion – also die Energiegewinnung auf Zellebene – und erhöht die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Nicht umsonst wurde er bekannt, als chinesische Langstreckenläuferinnen nach der Einnahme von Cordyceps mehrere Weltrekorde brachen. Auch der Reishi kann hier unterstützen, denn er fördert einen tiefen, erholsamen Schlaf und hilft dem Körper, besser mit Stress umzugehen. Menschen, die unter Erschöpfung durch berufliche oder familiäre Belastung leiden, profitieren besonders von der Kombination dieser beiden Pilze.

Ihr Immunsystem braucht Unterstützung?

Shiitake · Maitake · ABM · Coriolus

Wenn Sie häufig erkältet sind, sich nach Infekten nur langsam erholen oder Ihr Immunsystem generell stärken möchten, sollten Sie den Shiitake und den Maitake kennenlernen. Shiitake enthält den Wirkstoff Lentinan, ein Beta-Glucan, das in Japan sogar als begleitende Therapie bei schweren Erkrankungen zugelassen ist. Maitake wiederum aktiviert gezielt die natürlichen Killerzellen und Makrophagen des Immunsystems. Der ABM (Agaricus blazei Murill), auch Mandelpilz genannt, gilt als der Heilpilz mit dem höchsten Gehalt an immunstimulierenden Polysacchariden überhaupt. Auch der Coriolus (Schmetterlingstramete) hat sich in der immunologischen Forschung einen Namen gemacht. Eine regelmäßige Einnahme dieser Pilze kann dazu beitragen, die Infektanfälligkeit deutlich zu reduzieren und die Erholungszeit nach Krankheiten zu verkürzen.

Sie kämpfen mit erhöhtem Cholesterin oder Bluthochdruck?

Shiitake · Reishi · Auricularia

Herz-Kreislauf-Beschwerden gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen unserer Zeit. Der Shiitake kann nachweislich dazu beitragen, erhöhte Cholesterinwerte zu senken. Das in ihm enthaltene Eritadenin hemmt ein Enzym, das an der Cholesterinproduktion beteiligt ist. Der Reishi wiederum wirkt blutdruckregulierend und verbessert die Durchblutung. Seine Triterpene haben zudem eine entzündungshemmende Wirkung auf die Gefäßwände. Auch der Auricularia (Judasohr) ist ein bewährter Pilz für die Herzgesundheit – er verbessert die Fließeigenschaften des Blutes und kann so der Bildung von Blutgerinnseln entgegenwirken.

Diabetes oder Übergewicht belasten Sie?

Maitake · Coprinus · Reishi

Für Menschen mit Diabetes Typ 2 oder Übergewicht ist der Maitake besonders interessant. Studien zeigen, dass er die Insulinsensitivität verbessern und den Blutzuckerspiegel regulieren kann. Der Coprinus (Schopftintling) enthält spezielle Substanzen, die ebenfalls blutzuckersenkend wirken und traditionell bei Diabetes eingesetzt werden. Beide Pilze können begleitend zur ärztlichen Therapie verwendet werden und unterstützen den Stoffwechsel auf natürliche Weise. Auch der Reishi spielt hier eine Rolle, da er den Fettstoffwechsel positiv beeinflusst.

Magen-Darm-Beschwerden oder Leberprobleme?

Hericium · Reishi · Polyporus

Wenn Verdauungsprobleme, Reizdarmsyndrom oder eine belastete Leber Ihren Alltag beeinträchtigen, bietet die Mykotherapie hervorragende Möglichkeiten. Der Hericium (Igelstachelbart) ist der Spezialist für den Magen-Darm-Trakt. Er regeneriert die Schleimhäute von Magen und Darm und wird traditionell bei Gastritis, Sodbrennen und entzündlichen Darmerkrankungen eingesetzt. Aktuelle Forschung zeigt zudem, dass bestimmte Polysaccharide aus Heilpilzen die Darm-Mikrobiota positiv beeinflussen – also jene Billionen nützlicher Bakterien, die für Verdauung, Immunabwehr und sogar unsere Stimmung eine entscheidende Rolle spielen. Für die Leber ist der Reishi der Pilz der Wahl – er schützt die Leberzellen, fördert die Entgiftung und unterstützt die Leberregeneration. Auch der Polyporus (Eichhase) hat sich bei Verdauungsbeschwerden und zur Unterstützung des Lymphsystems bewährt.

Konzentrationsschwäche, Vergesslichkeit oder Brainfog?

Hericium

Ein Thema, das gerade in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat: die Wirkung von Heilpilzen auf das Gehirn und die geistige Leistungsfähigkeit. Hier steht der Hericium (auch Lion’s Mane genannt) im Rampenlicht der Forschung. Seine einzigartigen Inhaltsstoffe – die sogenannten Hericenone und Erinacine – können die körpereigene Produktion des Nervenwachstumsfaktors (NGF) anregen. NGF ist entscheidend für Erhalt, Wachstum und Reparatur von Nervenzellen im Gehirn. Klinische Studien an Menschen zeigten Verbesserungen der kognitiven Funktionen nach regelmäßiger Einnahme, insbesondere bei Personen über 50 Jahren. Der Hericium ist damit nicht nur der Pilz für den Darm, sondern zugleich ein vielversprechendes Naturmittel für alle, die geistig fit und klar bleiben möchten – ob im Beruf, im Studium oder im Alter.

Allergien und Hauterkrankungen?

Reishi · Hericium

Allergien, Neurodermitis oder Heuschnupfen sind Ausdruck eines überschießenden Immunsystems. Hier kommt die regulierende Kraft des Reishi besonders zum Tragen: Seine Triterpene wirken ähnlich wie ein natürliches Antihistaminikum und können allergische Reaktionen abschwächen. Der Hericium unterstützt zusätzlich über die Darm-Haut-Achse – denn eine gesunde Darmschleimhaut ist die Grundlage für ein ausgeglichenes Immunsystem und damit auch für eine gesunde Haut. Bei Hautproblemen empfiehlt die Mykotherapie oft die Kombination von Reishi und Hericium.

Stress, Unruhe und Schlafprobleme?

Reishi

In unserer hektischen Zeit leiden immer mehr Menschen unter chronischem Stress, innerer Unruhe oder Schlafstörungen. Der Reishi ist hier der unangefochtene König der Heilpilze. In der TCM heißt er „Ling Zhi” – Pilz der geistigen Kraft – und wird seit jeher zur Beruhigung des Geistes und zur Nährung des Herzens eingesetzt. In der chinesischen Medizin ist das Herz der Sitz des Geistes (Shen), und ein unruhiger Shen zeigt sich in Schlaflosigkeit, Ängsten und innerer Rastlosigkeit. Reishi wirkt adaptogen, das heißt, er hilft dem Körper, sich besser an Stresssituationen anzupassen. Er fördert das Einschlafen, verbessert die Schlafqualität und sorgt für mehr innere Gelassenheit – ohne dabei tagsüber müde zu machen. Viele Anwender berichten, dass sie nach wenigen Wochen Reishi-Einnahme eine deutlich bessere Stressresistenz im Alltag spüren.

Wechseljahresbeschwerden?

Reishi · Cordyceps · Maitake · Hericium

Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen in den Wechseljahren können die Lebensqualität erheblich einschränken. Der Reishi und der Cordyceps bilden hier ein bewährtes Duo: Reishi beruhigt das vegetative Nervensystem und lindert Hitzewallungen, während Cordyceps die hormonelle Balance unterstützt und neue Energie spendet. Auch der Maitake kann durch seine regulierende Wirkung auf den Stoffwechsel in dieser Lebensphase hilfreich sein. Eine klinische Studie zeigte zudem, dass Hericium bei Frauen in den Wechseljahren depressive Symptome und Angstgefühle lindern konnte.

Chronische Schmerzen und Entzündungen?

Reishi · Hericium

Ein Bereich, der in der aktuellen Forschung zunehmend Aufmerksamkeit erhält: Heilpilze bei chronischen Schmerzen. Neuere Studien untersuchen das Potenzial von Reishi und Hericium bei der Linderung von Nerven- und Entzündungsschmerzen. Die entzündungshemmenden Triterpene des Reishi und die nervenschützenden Eigenschaften des Hericium könnten für Menschen mit chronischen Schmerzsyndromen eine natürliche Ergänzung darstellen. Auch hier gilt: Heilpilze ersetzen keine Schmerztherapie, aber sie können einen wertvollen Beitrag zum ganzheitlichen Schmerzmanagement leisten.

Produktübersicht · Die wichtigsten Heilpilze

Die zehn Heilpilze im Portrait

Jeder Heilpilz hat sein eigenes Wirkprofil – und oft entfalten sie in Kombination ihre volle Kraft. Diese Übersicht zeigt Ihnen auf einen Blick, welcher Pilz Ihre Gesundheit wie unterstützt.

Heilpilz · König

Reishi

Der „Pilz der Unsterblichkeit”. Adaptogen, immunmodulierend, beruhigend. Schützt die Leber, reguliert Blutdruck und fördert tiefen Schlaf.

Stress · Schlaf · Allergien · Bluthochdruck
Heilpilz · Immun

Shiitake

Enthält Lentinan – ein Beta-Glucan, das in Japan als begleitende Therapie bei Krebsbehandlungen zugelassen ist. Senkt zusätzlich das Cholesterin.

Immunschwäche · erhöhtes Cholesterin
Heilpilz · Stoffwechsel

Maitake

Aktiviert Killerzellen und Makrophagen, verbessert die Insulinsensitivität. Der Pilz für Stoffwechsel und Immunabwehr.

Diabetes · Übergewicht · Immunschwäche
Heilpilz · Energie

Cordyceps

Der Energiespender – traditionell tibetischen Mönchen und chinesischen Athleten vorbehalten. Steigert ATP-Produktion und Sauerstoffaufnahme.

Erschöpfung · Müdigkeit · Leistungsabfall
Heilpilz · Nerven

Hericium

Der „Lion’s Mane” regeneriert Magen- und Darmschleimhaut und regt die Produktion des Nervenwachstumsfaktors (NGF) an.

Magen-Darm · Konzentration · Brainfog
Heilpilz · Herz

Auricularia

Das „Judasohr” verbessert die Fließeigenschaften des Blutes und unterstützt die Durchblutung. Ein bewährter Pilz für die Herzgesundheit.

Herz-Kreislauf · Durchblutung
Heilpilz · Abwehr

Coriolus

Die Schmetterlingstramete – in der immunologischen Forschung ein Klassiker. Starke Immunstimulation, besonders in belastenden Situationen.

Immunschwäche · Begleittherapie
Heilpilz · Polysaccharid

ABM

Agaricus blazei Murill, der Mandelpilz: gilt als der Heilpilz mit dem höchsten Gehalt an immunstimulierenden Polysacchariden überhaupt.

Immunstärkung
Heilpilz · Blutzucker

Coprinus

Der Schopftintling enthält Substanzen, die den Blutzucker regulieren können. Traditionell ein bewährter Pilz bei Diabetes Typ 2.

Diabetes Typ 2
Heilpilz · Lymphe

Polyporus

Der Eichhase unterstützt Lymphsystem und Entwässerung. Bewährt bei Ödemen und zur Unterstützung der Verdauung.

Ödeme · Lymphsystem · Verdauung
Unser Tipp für den Morgen

Pilzespresso in der Früh – wohltuend. wohlschmeckend. wirksam.

Starten Sie Ihren Tag genussvoll mit einem Pilzespresso (Mykoxpresso) – eine aromatische Kombination aus hochwertigem Kaffee und sorgfältig ausgewählten Heilpilzen. Sanft, bekömmlich und voller Kraft: der perfekte Morgenritual, das Körper und Geist in Schwung bringt, ohne das Nervensystem zu reizen.

Wohltuend Wohlschmeckend Wirksam
 
Einkaufsberatung

Worauf sollte ich bei Heilpilzen achten?

Qualität ist entscheidend. Der Markt für Heilpilze wächst rasant, und leider hält nicht jedes Produkt, was es verspricht. Die Unterschiede zwischen minderwertigen und hochwertigen Heilpilz-Präparaten sind enorm – sowohl beim Wirkstoffgehalt als auch bei der Reinheit.

Die Herkunft der Pilze spielt eine große Rolle. Hochwertige Heilpilze stammen aus kontrolliertem Anbau oder zertifizierter Wildsammlung, idealerweise in Europa. Achten Sie auf Bio-Zertifizierung, GMP-Standards und regelmäßige unabhängige Laboranalysen auf Schwermetalle, Pestizide und mikrobiologische Verunreinigungen. Produkte aus unkontrolliertem Anbau – insbesondere aus Asien – können Schadstoffe enthalten.

Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist die Frage: Fruchtkörper oder Myzel? Der Fruchtkörper ist der sichtbare Pilz, den wir kennen. Das Myzel hingegen ist das unterirdische Fadennetz, auf dem der Pilz wächst. Hochwertige Produkte werden überwiegend aus dem Fruchtkörper gewonnen, denn dieser enthält bis zu zehnmal mehr Beta-Glucane als Myzel-Produkte, die auf Getreidesubstrat gezüchtet werden. Günstige Myzel-Präparate enthalten oft einen hohen Anteil an Substrat-Rückständen (Reismehl oder Stärke) und deutlich weniger Wirkstoffe. Achten Sie auf der Verpackung auf die Angabe „aus Fruchtkörper” und auf eine Standardisierung des Wirkstoffgehalts – so ist sichergestellt, dass jede Kapsel die gleiche Menge an bioaktiven Substanzen enthält. Vorsicht bei Schnäppchen: Kosten 200 Kapseln nur 20 Euro, sollten Sie skeptisch werden.

Bei den Darreichungsformen unterscheidet man zwischen Pilzpulver und Pilzextrakt. Das Pulver enthält den ganzen Pilz mit allen Inhaltsstoffen, während Extrakte eine höhere Konzentration der Wirkstoffe bieten. Viele Experten empfehlen die Kombination beider Formen, um das volle Wirkspektrum zu nutzen. Kapseln sind die praktischste Darreichungsform für den Alltag.

Geben Sie Heilpilzen Zeit. Anders als synthetische Medikamente wirken Heilpilze sanft und aufbauend. Sie setzen an den Ursachen an, nicht nur an den Symptomen. Die meisten Menschen spüren erste positive Veränderungen nach zwei bis vier Wochen regelmäßiger Einnahme. Für eine nachhaltige Wirkung empfiehlt sich eine Kur von mindestens drei Monaten. Die Einnahme erfolgt idealerweise vor den Mahlzeiten mit etwas Wasser – so können die Wirkstoffe optimal aufgenommen werden.

Die richtige Dosierung hängt vom jeweiligen Pilz und der Darreichungsform ab. Als Faustregel gelten bei Pulverkapseln zwei- bis dreimal täglich ein bis zwei Kapseln, bei Extrakten entsprechend weniger. Lassen Sie sich hierzu individuell beraten – denn die optimale Dosierung richtet sich nach Ihren persönlichen Beschwerden und Zielen.

Herkunft & Zertifizierung

Pilze aus kontrolliertem Anbau oder zertifizierter Wildsammlung, idealerweise Europa. Bio-Zertifikat, GMP-Standard, unabhängige Laboranalysen.

Fruchtkörper statt Myzel

Bis zu zehnmal mehr Beta-Glucane als Myzel-Produkte. Achten Sie auf „aus Fruchtkörper” und standardisierte Wirkstoffgehalte.

Pulver oder Extrakt?

Pulver enthält den ganzen Pilz, Extrakte liefern höhere Konzentrationen. Die Kombination ist oft ideal – Kapseln sind am praktischsten.

Geduld & Dosierung

Erste Veränderungen nach 2–4 Wochen, nachhaltige Wirkung nach 3 Monaten. Einnahme vor den Mahlzeiten, individuell dosiert.

„Hochwertigste Zutaten und ein bewusster Umgang mit der Natur sind uns besondere Anliegen.” Gabriele und Wolfgang Stindl, Apotheker, Marienapotheke Perchtoldsdorf
Heilpilze & Schulmedizin

Ein starkes Team

Ein häufiges Missverständnis: Heilpilze ersetzen keine ärztliche Behandlung. Aber sie ergänzen sie auf wunderbare Weise. In der integrativen Medizin werden Heilpilze zunehmend begleitend eingesetzt – etwa zur Unterstützung des Immunsystems während einer Chemotherapie, zur Regulierung von Stoffwechselstörungen oder zur Stärkung der allgemeinen Konstitution. Besonders in Japan und China sind Heilpilz-Extrakte wie Lentinan (aus Shiitake) und PSK (aus Coriolus) seit Jahrzehnten als begleitende Therapeutika in der Onkologie anerkannt. Auch in Europa wächst das Interesse der Schulmedizin an der Mykotherapie stetig.

In Deutschland und Österreich sind Heilpilze als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich und können ohne Rezept bezogen werden. Die Einnahme ist unkompliziert und in der Regel gut verträglich. In seltenen Fällen kann es zu Beginn der Einnahme zu leichten Verdauungsbeschwerden kommen – diese klingen meist nach wenigen Tagen ab und können durch Einnahme zu den Mahlzeiten vermieden werden.

Wichtig zu wissen: Bei bestimmten Medikamenten sind Wechselwirkungen möglich. Auricularia etwa wirkt blutverdünnend und sollte nicht zusammen mit Antikoagulanzien wie Marcumar oder Aspirin eingenommen werden. Maitake kann den Blutzuckerspiegel senken und so die Wirkung von Antidiabetika verstärken. Reishi kann die Wirkung von Blutdruckmedikamenten beeinflussen. Generell sollten Heilpilze bei Einnahme von Immunsuppressiva nur nach ärztlicher Rücksprache eingesetzt werden, und zwei Wochen vor geplanten Operationen ist ein Absetzen ratsam. In Schwangerschaft und Stillzeit empfiehlt sich ebenfalls eine Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker. Wir in der Apotheke kennen diese Zusammenhänge genau und stehen Ihnen jederzeit beratend zur Seite.

Ihr Einstieg

Die Welt der Heilpilze entdecken

Sie möchten die Kraft der Heilpilze selbst erleben? Der Einstieg ist einfacher, als Sie denken. Viele unserer Kunden beginnen mit einem einzelnen Heilpilz, der zu ihrem Hauptanliegen passt – etwa Reishi bei Stress und Schlafproblemen oder Hericium bei Magen-Darm-Beschwerden. Sobald sich erste Verbesserungen zeigen, lässt sich die Anwendung gezielt erweitern.

Wir beraten Sie gerne persönlich und helfen Ihnen, genau die Heilpilze zu finden, die zu Ihren individuellen Bedürfnissen passen. In unserem Sortiment führen wir ausschließlich hochwertige Heilpilz-Produkte in geprüfter Qualität – als Kapseln, Pulver und Extrakte von renommierten Herstellern. Gemeinsam finden wir den richtigen Pilz für Sie – damit Sie die jahrtausendealte Heilkraft der Natur für Ihre Gesundheit nutzen können. Ihr Körper wird es Ihnen danken.

Ihr Einstieg

Der richtige Pilz für Sie

Kommen Sie in unsere Apotheke oder kontaktieren Sie uns – gemeinsam finden wir genau die Heilpilze, die zu Ihren individuellen Bedürfnissen passen. In unserem Sortiment führen wir ausschließlich hochwertige Produkte in geprüfter Qualität.

Marienapotheke Perchtoldsdorf · Sebastian-Kneipp-Gasse 5–7 · 2380 Perchtoldsdorf · T +43 1 8694163-0

Wissenschaftliche Quellen

Forschung & Evidenz

  1. Chang, C. J., Lin, C. S., Lu, C. C., Martel, J., Ko, Y. F., Ojcius, D. M., Tseng, S. F., Wu, T. R., Chen, Y. Y. M., Young, J. D., & Lai, H. C. (2015). Ganoderma lucidum reduces obesity in mice by modulating the composition of the gut microbiota. Nature Communications, 6, 7489.
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  4. Dai, X., Stanilka, J. M., Rowe, C. A., Esteves, E. A., Nieves, C., Spaiser, S. J., Christman, M. C., Langkamp-Henken, B., & Percival, S. S. (2015). Consuming Lentinula edodes (Shiitake) mushrooms daily improves human immunity: a randomized dietary intervention in healthy young adults. Journal of the American College of Nutrition, 34(6), 478–487.
  5. Konno, S., Tortorelis, D. G., Fullerton, S. A., Samadi, A. A., Hettiarachchi, J., & Tazaki, H. (2001). A possible hypoglycaemic effect of maitake mushroom on Type 2 diabetic patients. Diabetic Medicine, 18(12), 1010.
Hinweis: Heilpilze sind Nahrungsergänzungsmittel und ersetzen nicht die Diagnose oder Behandlung durch einen Arzt. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme empfehlen wir, vor der Einnahme Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker zu halten.