Endometriose & Myome ganzheitlich begleiten – Marienapotheke
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Endometriose & Myome ganzheitlich begleiten

Ein fundierter, praxisnaher Überblick über wissenschaftliche, traditionelle europäische und traditionelle chinesische Ansätze – inklusive fünf ganzheitlicher Module.

Zuletzt aktualisiert: April 2026 Schnellüberblick: 3 Min Gesamtlesedauer: 12 Min Mag.pharm. Gabriele Stindl

Auf einen Blick

  • Endometriose und Myome sind östrogenabhängige, chronische Erkrankungen – die Abklärung erfolgt in gynäkologischer Hand.
  • Ganzheitliche Begleitung adressiert fünf Achsen: Östrogenbalance, Entzündung, Darm-Leber-Hormon-Achse, Nervensystem und Mikronährstoffversorgung.
  • Heilpflanzen mit langer Tradition: Frauenmantel, Schafgarbe, Mönchspfeffer, Hirtentäschel, Mariendistel, Bitterkräuter.
  • Leberpflege und Vagusnerv-Regulation sind zentrale, oft unterschätzte Bausteine.
  • Das fünfteilige Modul-Modell ersetzt starre Kurpläne durch flexible, individuell kombinierbare Bausteine.

Endometriose betrifft in Mitteleuropa etwa 8 bis 12 Prozent aller Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter. Bis zur Diagnose vergehen im Durchschnitt sechs bis zehn Jahre. Leitsymptome sind dysmenorrhoische Unterleibsschmerzen, Dyspareunie, Zyklusstörungen, chronische Erschöpfung, unerfüllter Kinderwunsch und bei einem Teil der Betroffenen auch Darmbeschwerden. Myome – gutartige Leiomyome der Gebärmutter – wachsen östrogenabhängig und zeigen sich klinisch häufig durch Menorrhagien, Eisenmangel und Druckgefühl im Unterleib.

Schulmedizin bleibt der diagnostische und therapeutische Grundpfeiler. Alle hier genannten Bausteine verstehen sich ausdrücklich als ergänzende Begleitung.

Pathophysiologischer Rahmen

Endometriose wird heute als östrogendominante, entzündlich und immunologisch geprägte Erkrankung verstanden. Fünf pathophysiologische Achsen sind in der Praxis besonders relevant:

  • Östrogendominanz relativ zu Progesteron – klinisch typisch für Endometriose und Myome.
  • Chronisch niedriggradige Entzündung im Peritoneum und Myometrium.
  • Gestörte Darm-Leber-Hormon-Achse: ein dysbalanciertes Mikrobiom und eine überlastete Leber erschweren den Östrogenabbau (Östrobolom-Konzept).
  • Oxidativer Stress im kleinen Becken, auch durch Eisenablagerungen aus retrograder Menstruation.
  • Nervensystem-Sensibilisierung – zentrale und viszerale Hypersensitivität.

Abklärung – schulmedizinisch und ergänzend

Die Abklärung der schulmedizinischen Parameter (Hormonstatus, Schilddrüsenwerte, bildgebende Diagnostik wie Ultraschall, ggf. Laparoskopie und MRT) liegt in ärztlicher Hand. Bitte besprich diese Punkte mit deiner Gynäkologin bzw. Endokrinologin – wir beraten in der Apotheke ausdrücklich nicht zu hormoneller Diagnostik.

Ergänzend relevant sind aus naturheilkundlicher Sicht insbesondere:

  • Eisenhaushalt: Ferritin (Zielwert in der Regel > 60 ng/ml) und Transferrinsättigung – relevant bei starken Monatsblutungen.
  • Mikronährstoffe: Vitamin D, Vitamin B12, aktives Vitamin B6, Zink, Selen und Magnesium im Vollblut.
  • Fettsäureprofil und Omega-3-Index als Marker der antientzündlichen Versorgung.

Chinesische Medizin – Muster, klassische und moderne Rezepturen

Die Traditionelle Chinesische Medizin interpretiert Endometriose typischerweise als Blut-Stagnation im unteren Erwärmer, häufig kombiniert mit Leber-Qi-Stagnation, Kälte im Unterleib und Milz-Qi-Mangel. Bei Myomen steht die verfestigte Blutstase im Vordergrund. Aus diesen Mustern leitet sich die Rezepturenwahl ab.

Moderne Rezepturen in österreichischer Praxis

Die Weidinger-Mischungen systematisieren diese klassischen Rezepturen für die heutige Praxis. Sie werden in unserer Marienapotheke als magistrale Rezepturen individuell hergestellt. Relevant in diesem Themenfeld sind insbesondere:

W18 – Frauen-Blut-Mischung (modifiziertes Tao Hong Si Wu Tang) GOU QI ZI, NU ZHEN ZI, DANG GUI, BAI SHAO YAO, CHUAN XIONG, TAO REN, HONG HUA. Typische Dosierung laut Literatur 2 bis 3 mal täglich 3 Gramm. Einnahmezeitraum in der Regel mehrere Monate, individuell nach ärztlicher Verordnung.
W19 – Rehmannia-Mischung (modifiziertes Liu Wei Di Huang Wan) Bei Yin-Mangel, Erschöpfung, nachtschweißigen Beschwerden – klassisch für die Peri- und Postmenopause mit Endometriose-Historie.
W23 – Free and Easy (Xiao Yao San) Klassiker bei Leber-Qi-Stagnation: prämenstruelle Reizbarkeit, Brustspannen, stressbedingte Verschlechterung. Üblicherweise über 2 bis 3 Zyklen eingenommen.
W30 – Wenn der Hut brennt Bewährte Rezeptur in besonders belasteten Lebensphasen mit innerer Hitze, Reizbarkeit und Erschöpfung – oft als Begleiter in der akuten Stress- und Schmerzspitze diskutiert.
W37 – Blut-Stagnation Zur Auflösung von Blut-Stase im unteren Erwärmer. In der Tradition vor allem im Zusammenhang mit Uterusmyomen diskutiert. Als magistrale Rezeptur auf Anforderung.
W79 – Ecdyson Modul 3 (Blut bewegen) Modulare Rezeptur aus dem Ecdyson-Konzept zur gezielten Bewegung des Blutes – häufig kombiniert mit aufbauenden Formeln in mehrmonatigen Begleitkonzepten.

Ergänzend werden Akupunktur, Moxibustion (Erwärmung mit Beifuß) und bei Bedarf Schröpfen eingesetzt – immer durch entsprechend ausgebildete Fachpersonen.

Heilpflanzen für die Gebärmutter – Wirkprinzipien aus der Tradition

Die europäische Pflanzenheilkunde kennt für die Frauengesundheit einen reichen Schatz traditioneller Heilpflanzen. Im Mittelpunkt der Anwendungen stehen die Regulation des Zyklus, die Unterstützung des Östrogenabbaus über die Leber, die Entspannung der glatten Muskulatur der Gebärmutter sowie die Entstauung des kleinen Beckens. Die folgenden Pflanzen werden traditionell im Zusammenhang mit Frauenthemen beschrieben:

  • Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus): seit der Antike für die zweite Zyklushälfte beschrieben; heute als standardisierter Extrakt und als registriertes pflanzliches Arzneimittel erhältlich.
  • Frauenmantel (Alchemilla vulgaris): die klassische Frauenpflanze – traditionell als zusammenziehend, gewebestärkend und blutungsausgleichend beschrieben. Auf marienapotheke.at als Endometriose-Tropfen, Frauenmantel-Tropfen und Frauenmantel-Tee.
  • Schafgarbe (Achillea millefolium): in der Volksmedizin als krampflösend, mild blutstillend und entzündungshemmend im kleinen Becken beschrieben. Innerlich als Tee, äußerlich als Bauchauflage. Bestandteil der Myomteemischung nach Margret Madejsky sowie des Endometriose-Tees.
  • Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris): seit dem Mittelalter bei starken, verlängerten Monatsblutungen beschrieben – insbesondere im Kontext von Myomen. Auch in der Myomteemischung nach Madejsky enthalten.
  • Gänsefingerkraut (Potentilla anserina): traditionell krampflösend; eine der klassischen „Erste-Hilfe-Pflanzen“ der Volksmedizin bei Dysmenorrhoe. Verfügbar als Gänsefinger-Tropfen und in den krampflösenden Tropfen nach Madejsky.
  • Beifuß (Artemisia vulgaris): die „Mutter aller Kräuter“ der europäischen Tradition – wärmend, zyklusregulierend, Blut-bewegend.
  • Mädesüß und Weidenrinde: natürliche Salicylate; traditionell entzündungshemmend und schmerzlindernd.
  • Kurkuma und Weihrauch (Boswellia): in moderner Phytotherapie und Traditionsmedizin als antientzündliche Pflanzen beschrieben.
  • Bitterkräuter (Wermut, Enzian, Tausendgüldenkraut, Löwenzahn): klassische Leberpflanzen der TEM – die Leberpflege gilt seit jeher als Schlüssel eines geordneten Hormonstoffwechsels. In Apothekenqualität u. a. als Bitter-Tee nach Tappeiner-Ebner oder Bitter-Severin-Tropfen.
  • Mariendistel (Silybum marianum): eine der bestuntersuchten Leberpflanzen; traditionell in Monatszyklen angewendet.

Schafgarben-Leibwickel nach klassischer Klostertradition

Eine Handvoll Schafgarbenkraut mit heißem Wasser übergießen, ziehen lassen, in ein Tuch einschlagen und warm auf den Unterbauch legen. 20 Minuten ruhen, mit Wärmflasche abdecken. Traditionell angewendet bei allen Unterleibsthemen – ein einfaches, wohltuendes Ritual für den Abend, das deinem Nervensystem signalisiert: ich darf jetzt loslassen.

Eine bestehende hormonelle Therapie ist bei pflanzlichen Anwendungen immer zu berücksichtigen, ebenso mögliche Wechselwirkungen mit Arzneimitteln. Traditionelle Heilpflanzen findest du in Apothekenqualität als Tees, Einzeltinkturen und bewährte Kombinationsrezepturen auf marienapotheke.at.

Moderne Phytotherapie – wissenschaftlich gut untersucht

Folgende pflanzliche Wirkstoffe sind in aktuellen Studien zur integrativen Frauenheilkunde besonders präsent:

  • Curcumin (Kurkuma) – antientzündlich, häufig in Kombination mit Piperin oder Micellartechnologie für bessere Bioverfügbarkeit.
  • Boswellia serrata (Weihrauch) – Boswellia-Säuren, traditionell bei entzündlichen Prozessen.
  • Resveratrol aus Rotwein und japanischem Staudenknöterich.
  • Quercetin als antioxidativer Polyphenol-Baustein.

Mykotherapie – Vitalpilze als immunologische Modulatoren

  • Reishi (Ganoderma lucidum): traditionell beruhigend, bei autoimmunen und stressassoziierten Konstellationen diskutiert.
  • Maitake (Grifola frondosa): wird mit Zucker- und Hormonstoffwechsel in Verbindung gebracht.
  • Shiitake (Lentinula edodes): traditionell der Leber zugeordnet; unterstützt nach alter Tradition den Östrogenabbau.
  • Coriolus (Schmetterlingstramete): in japanischen und chinesischen Studien gut erforschter Immunmodulator.
  • Hericium (Igelstachelbart): besonders relevant bei begleitender Darm- und Nervensystembelastung.

Vitalpilze werden in unserer Apotheke ausschließlich in zertifizierter Bio-Qualität geführt. Übliche Kurdauer: 3 bis 6 Monate.

Mikronährstoffe mit EU-zugelassenen Health Claims

  • Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion und zur Verringerung von Müdigkeit bei.
  • Eisen trägt zu einem normalen Sauerstofftransport und zur Verringerung von Müdigkeit bei.
  • Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei.
  • Vitamin B6 trägt zur Regulierung der Hormontätigkeit bei.
  • Zink trägt zur Erhaltung eines normalen Hormonspiegels bei.
  • Selen trägt zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei.
  • Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) tragen zu einer normalen Herzfunktion bei (ab 250 mg täglich).
  • B-Komplex-Vitamine tragen zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.

Ernährung – konkrete Alltagsprinzipien

  • Antientzündliche, mediterran geprägte Basis mit 500 bis 700 g Gemüse täglich.
  • 1 bis 2 EL geschrotete Leinsamen täglich – für den Ballaststoff- und Ligninvorrat.
  • Kreuzblütler (Brokkoli, Rosenkohl, Blumenkohl) 3 bis 5 × pro Woche zur Östrogenentgiftung.
  • Hochwertige Omega-3-Quellen: 2 × pro Woche fetter Fisch oder Algenöl.
  • Warmes Frühstück: Porridge mit Zimt, Leinsamen, gedünstetem Apfel, Walnüssen.
  • Kuhmilchprodukte 8 Wochen testweise reduzieren und Symptomtagebuch führen.
  • Zucker, Weißmehl, Alkohol und stark verarbeitete Lebensmittel konsequent minimieren.
  • Keine eiskalten Getränke; 1,5 bis 2 Liter stilles Wasser oder Kräutertees täglich.

Nervensystem-Regulation – warum der Vagusnerv so wichtig ist

Der Vagusnerv ist der längste Nerv unseres Körpers. Er zieht vom Hirnstamm durch Hals und Brustkorb bis in den Unterbauch und das kleine Becken. Etwa 80 Prozent seiner Fasern leiten Informationen vom Körper zum Gehirn – das bedeutet: dein Bauchgefühl, die Spannung im Becken, die Tiefe deiner Atmung wirken unmittelbar auf dein Gehirn und dein hormonelles Gleichgewicht. Der Vagusnerv ist der wichtigste Vermittler des Parasympathikus, unseres „Ruhenervs“. Ist er gut aktiviert, arbeitet die Verdauung, entspannt sich die glatte Muskulatur der Gebärmutter, reguliert sich das Immunsystem und das Hormonorchester findet zurück in seinen Rhythmus.

Bei anhaltender Anspannung dominiert dagegen der Sympathikus – der Körper bleibt in einem stillen Daueralarm, der entzündliche Prozesse begünstigt, die Leberarbeit bremst und die feinen Regelkreise des Zyklus stört. Die gute Nachricht: der Vagusnerv ist trainierbar. Schon wenige Minuten tägliche Übung verändern messbar die Herzratenvariabilität, den Schlaf und die Schmerzempfindlichkeit.

Tägliche Vagus-Rituale für den Alltag

  • Kohärenz-Atmung (5 ein – 5 aus): fünf Sekunden durch die Nase einatmen, fünf Sekunden durch Nase oder Mund ausatmen. 5 Minuten morgens und 5 Minuten abends. Entspricht sechs Atemzügen pro Minute – dem Rhythmus, bei dem Herz und Nervensystem am besten zusammenarbeiten.
  • Verlängerte Ausatmung (4 ein – 8 aus): besonders wirksam vor dem Schlafen oder bei akuter Anspannung. Die doppelt so lange Ausatmung aktiviert den Parasympathikus unmittelbar.
  • Summen und Brummen: zwei Minuten leise summen oder mit geschlossenem Mund brummen. Die Vibration im Kehlkopf stimuliert den Vagusnerv direkt und löst eine spürbare Entspannung aus.
  • Kaltes Wasser ins Gesicht: morgens und nach belastenden Momenten – löst den sogenannten Tauchreflex aus und beruhigt das Herz innerhalb von Sekunden.
  • Gurgeln und Gargeln: eine Minute kräftig mit Wasser gurgeln. Wirkt reflektorisch auf den Vagus.
  • Verbindung und Berührung: liebevoller Blickkontakt, sanfte Berührung, Lachen – die sozial-emotionalen Vagus-Aktivierungen sind oft die stärksten.

Tiefere Arbeit – wöchentliche Bausteine

  • Imaginationsübungen: der „innere sichere Ort“, die „innere weise Frau“. 2 × pro Woche 15 Minuten – am besten abends.
  • Yin-Yoga oder sanftes Restorative Yoga: 1–2 × pro Woche 30–45 Minuten. Haltungen wie „Schmetterling“ und „Kindhaltung“ entlasten das kleine Becken direkt.
  • Spaziergänge in der Natur: 30 Minuten Tageslicht, besonders morgens – wirken auf zirkadianen Rhythmus und Stresssystem.

Wähle zwei, drei Rituale, die sich stimmig anfühlen, und führe sie konsequent über sechs bis acht Wochen durch. Regelmäßigkeit schlägt Intensität.

Die fünf Module der ganzheitlichen Endometriose-Begleitung

Weil Endometriose individuell verläuft, ist ein starrer Wochenplan selten stimmig. Aus der integrativen Medizin hat sich stattdessen ein modulares Vorgehen bewährt: Du kombinierst jene Bausteine, die in deiner aktuellen Lebensphase und Zyklussituation sinnvoll sind. Jedes Modul läuft klassischerweise über etwa drei Monate und lässt sich flexibel mit den anderen verbinden.

Modul 1

Zyklusrhythmus & Balance

Zyklustagebuch als Fundament. Traditionell: Frauenmantel, Schafgarbe, Mönchspfeffer, Melisse und Himbeerblätter.

Modul 2

Leber & Östrogenabbau

Bitterstoffe vor den Mahlzeiten (Bitter-Severin, Löwenzahn, Artischocke, Mariendistel), warme Leberwickel, Kreuzblütler und Leinsamen.

Modul 3

Eisen & Energie

Fokus bei starken Blutungen: Eisen plus C, eisenreiche Lebensmittel und Vitamin C aus Gemüse, Zitrusfrüchten und Beeren.

Modul 4

Nervensystem & Mitte

Tägliche Vagus-Rituale, warmes Frühstück, regelmäßige Mahlzeiten, wärmende Gewürze (Ingwer, Zimt, Fenchel, Kardamom), Bewegung und 7–9 Stunden Schlaf.

Modul 5

Lebensphasen-Akzente

Kinderwunsch: Lutealpflege. Karrierephase: Eisen + Energie. Perimenopause: Blutungsregulation und Östrogen-Progesteron-Balance, ggf. mit Rotklee (Meno Forte).

Wie du die Module kombinierst

Als Orientierung: Beginne mit zwei Modulen, die zu deiner aktuellen Hauptsymptomatik passen – zum Beispiel Modul 1 und 2 bei ausgeprägten Zyklusstörungen, Modul 2 und 3 bei starken Blutungen mit Erschöpfung, Modul 1 und 4 bei stressbedingter Verschlechterung. Nach drei Monaten kannst du bilanzieren und ein weiteres Modul ergänzen. Geduld und Regelmäßigkeit sind in der ganzheitlichen Begleitung die wichtigeren Treiber als schnelle Interventionen.

Unser Fazit aus der Marienapotheke

Endometriose ist eine komplexe Erkrankung – und sie braucht Zeit, Geduld und einen liebevollen Blick auf den eigenen Körper. Schulmedizinische Diagnostik und Therapie bilden den Rahmen. Innerhalb dieses Rahmens kann die ganzheitliche Begleitung mit Heilpflanzen, Mikronährstoffen, TCM-Rezepturen und gezielter Nervensystem-Regulation viel bewirken. Wir begleiten dich gerne – persönlich, fundiert und ohne Zeitdruck.

Häufige Fragen rund um Endometriose und Myome

Welche Heilpflanzen werden traditionell bei Endometriose genannt?

In der europäischen Pflanzenheilkunde werden im Zusammenhang mit Frauengesundheit besonders Frauenmantel, Schafgarbe, Gänsefingerkraut, Hirtentäschel, Mönchspfeffer, Beifuß, Johanniskraut, Mädesüß, Weidenrinde und Rotklee beschrieben. Ergänzend gelten Kurkuma, Weihrauch und die klassischen Bitterkräuter als wichtige Bausteine der traditionellen Anwendung.

Welche Rolle spielt die Ernährung bei Endometriose und Myomen?

Eine antientzündliche, pflanzenbetonte Ernährung mit viel Gemüse (besonders Kreuzblütlern), Hülsenfrüchten, Beeren, hochwertigen Ölen und Omega-3-Quellen wird im Zusammenhang mit hormonabhängigen Erkrankungen besonders häufig genannt. Leinsamen, wärmende Gewürze und der weitgehende Verzicht auf Zucker, Alkohol und stark verarbeitete Lebensmittel gehören ebenfalls zu den wiederkehrenden Empfehlungen.

Warum ist die Leber bei hormonabhängigen Erkrankungen so wichtig?

Die Leber ist der zentrale Ort, an dem Östrogen abgebaut und über den Darm ausgeschieden wird. Eine gut arbeitende Leber unterstützt daher traditionell den gesamten Hormonstoffwechsel. Klassische Leberpflanzen wie Mariendistel, Löwenzahn, Artischocke und die Bitterkräuter der Traditionellen Europäischen Medizin werden hier seit Jahrhunderten beschrieben.

Welche Mikronährstoffe sind im Zusammenhang mit Frauengesundheit relevant?

Zugelassene EU-Health-Claims verweisen unter anderem auf Magnesium (normale Muskelfunktion, Verringerung von Müdigkeit), Eisen (normaler Sauerstofftransport), Vitamin B6 (Regulierung der Hormontätigkeit), Zink (Hormonspiegel), Selen (Zellschutz), Vitamin D (Immunsystem) und Omega-3-Fettsäuren (Herzfunktion).

Was ist ein Leberwickel und wie wird er angewendet?

Der Leberwickel ist eine klassische äußere Anwendung aus der Traditionellen Europäischen Medizin. Ein feuchtwarmes Tuch wird auf den rechten Oberbauch unter dem Rippenbogen gelegt, mit einer Wärmflasche abgedeckt und 20–30 Minuten getragen. Eine Rezeptur nach Klostertradition findest du weiter oben in diesem Beitrag.

Sortiment auf marienapotheke.at

Die folgenden Hinweise sind Produktinformationen aus unserem Sortiment und stellen keine Heilaussage oder Therapieempfehlung dar. Die genannten Produkte sind registrierte pflanzliche Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel, magistrale Rezepturen oder apothekenübliche Waren. Sie ersetzen keine ärztliche oder apothekerliche Beratung.

Die Marienapotheke verbindet pharmazeutisches Fachwissen mit der Tradition der europäischen und chinesischen Heilpflanzenkunde. In unserem Online-Sortiment auf marienapotheke.at findest du apothekenübliche Produkte rund um die Frauengesundheit.

Klassische Frauenpflanzen

Leberpflanzen & Bitterkräuter

Moderne Phytotherapie

Vitalpilze in Bio-Qualität

Mikronährstoffe

TCM-Rezepturen nach Dr. Georg Weidinger

Mini-Glossar

Adenomyose
Form der Endometriose mit gebärmutterschleimhaut-ähnlichem Gewebe in der Muskelschicht der Gebärmutter.
Dysmenorrhoe
Schmerzhafte Menstruation.
Hypermenorrhoe
Zu starke Menstruationsblutung.
Lutealphase
Zweite Zyklushälfte nach dem Eisprung, dominiert vom Progesteron.
Magistrale Rezeptur
Individuell in der Apotheke nach ärztlicher Verordnung hergestellte Arzneizubereitung.
Myom
Gutartiger Muskelknoten der Gebärmutter.
Östrobolom
Gesamtheit der Darmbakterien, die am Östrogenstoffwechsel beteiligt sind.
Östrogendominanz
Relatives Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron zugunsten des Östrogens.
Vagusnerv
Zentraler Nerv des Parasympathikus, Vermittler des Ruhe- und Verdauungsmodus.

Über die Marienapotheke

Dieser Beitrag wurde von Apothekerin Mag.pharm. Gabriele Stindl der Marienapotheke verfasst. Wir verbinden pharmazeutisches Fachwissen mit der Tradition der europäischen und chinesischen Heilpflanzenkunde. Unser Anliegen ist fundierte, verständliche Information – und geprüfte, apothekenübliche Produkte in transparenter Qualität.

Wir arbeiten nach folgenden Grundsätzen: Bio-zertifizierte Vitalpilze, pflanzliche Rohstoffe in Apothekenqualität, magistrale Rezepturen nach ärztlicher Verordnung, fachliche Beratung online und in der Apotheke. Mehr zu unserem Team, unseren Qualitätsstandards und unserem Sortiment findest du auf marienapotheke.at.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt weder eine ärztliche Diagnose noch eine Therapie. Endometriose und Myome gehören in gynäkologische Hand. Die in diesem Beitrag erwähnten Pflanzen, Vitalpilze, Mikronährstoffe und Anwendungen werden traditionell bzw. erfahrungsheilkundlich eingesetzt; gesundheitsbezogene Aussagen zu Nahrungsergänzungsmitteln beziehen sich ausschließlich auf EFSA-zugelassene Health Claims. Magistrale Rezepturen werden ausschließlich nach ärztlicher Verordnung individuell in der Apotheke hergestellt. Pflanzliche Präparate können mit Arzneimitteln wechselwirken – bitte vor der Einnahme in der Apotheke beraten lassen.